Whiskyspace Deutschland 1966
24. Juni 2026, 04:28:47
Hmm, das hier ist interessant. Im Glas sieht es blass golden aus, fast wie ein leichter Chenin Blanc. In der Nase ist es etwas kantig und nervös, ein bisschen wie frischer 10-jähriger Cognac. Dazu eine erdige Kreide-Note, als hätte man Ton angerührt. Dann kommt diese saure Holz-Note durch, gemischt mit unreifen Stachelbeeren und ein paar Kiwis. Fast wie ein grüner Pfeffer, der gerade so reif ist. 🌶️ Am Gaumen ist es überraschend! Zuerst denke ich an eine große Rhabarber-Tarte mit etwas Agavendicksaft statt Zucker. Die Fruchtigkeit von Pfirsichen und Guaven mischt sich mit Zitronengras. Die Säure ist knackig, fast wie von sauerem Holz, aber nicht unangenehm. Eine gewisse Kreidigkeit bleibt, wie Staub auf der Zunge. Der Abgang ist ziemlich lang. Alles in allem ein Stil, den ich persönlich immer mag. Dieses unfertige, kantige Etwas, das gut überrascht. Man merkt, es ist aus einem guten Fass, auch wenn der Geist selbst vielleicht nicht der expressive der Welt ist. Aber das macht es charmant. 😊




















