Lagavulin 12 Jahre Single Malt Whisky

Lagavulin

Islay · Vereinigtes Königreich

Whisky bewerten

Whisky-Informationen

Alter
12 Jahre
Alkoholgehalt
43%
Volumen
750 ml
Kategorie
Single Malt Whisky
Destillerie
Lagavulin
Abfülljahr
1970s

Preis

Neueste Beobachtungen von vertrauenswürdigen Mitwirkenden

Kürzliche Historie

Niedrigster Preis:3.419,80 €(2024-02-28)

Vollständigen Preisverlauf anzeigen

Der Name Mackie besitzt im geschichtsschwangeren Lagavulin einen besonderen Stellenwert. 1861 wurde James Logan Mackie Partner der Destillerie und damit das erste Mackie-Familienmitglied in ihrer Geschichte, doch sein Neffe Peter prägte die Marke nachhaltiger. Peter übernahm 1889 die Führung und brachte 1890 White Horse Blended Whisky auf den Markt, ein Blend mit Lagavulin Single Malt als Grundlage. Gleichzeitig war Peter Agent der benachbarten Laphroaig-Destillerie und vergeblich um deren Übernahme bemüht. Als Laphroaigs Besitzer das Angebot ablehnte—er glaubte, Peter würde Laphroaig nicht schätzen, sondern nur seinem eigenen Whisky dienen—reagierte Peter mit Wut. 1908 ließ er daraufhin innerhalb der Lagavulin-Destillerie Malt Mill errichten, eine exakte Kopie von Laphroaig. Dieses Unterfangen war zum Scheitern verurteilt, doch Malt Mill produzierte bis zur endgültigen Schließung 1962. Heute ist Malt Mill legendär—fast niemand glaubt an noch vorhandene Abfüllungen—doch im Lagavulin Besucherzentrum steht überraschenderweise eine Flasche Malt Mill New Make. Die Produktion umfasst einen 4,4-Tonnen-Edelstahl-Mash Tun (4-Stunden-Zyklus) und zehn Lärchen-Washbacks (22.000 Liter, 55-Stunden-Gärung). Zwei Stillsätze arbeiten mit ungewöhnlich großen Spirit Stills, die fast vollständig gefüllt sind—dies minimiert Kupferkontakt und schafft zusammen mit langsamer Destillation Lagavulins charakteristischen vollen, torfigen Geschmack. Der New Make füllt man in 'Pig's Head' Butts (umgebaute Portweinfässer), doch nur 5.000 Fässer reifen vor Ort; der Rest wird ins Hinterland verlagert. 2019 lief Lagavulin durchgehend—7 Tage pro Woche, 24 Stunden—mit 28 Maischungen wöchentlich und einer Jahresproduktion von 2,5–2,6 Millionen Litern. Die Kernsortimente bleiben überschaubar: ein 12-jähriger Cask Strength (Teil von Diageos jährlichen Special Releases), ein 16-jähriger Distiller's Edition (in Pedro Ximénez-Sherryfässern nachgereift) und seit Herbst 2017 ein 8-jähriger bei 48% vol. Besondere Abfüllungen umfassen die 200-Jahr-Feier-Trilogie von 2016 (8-jähriger, später Kernsortiment; 25-jähriger Sherryreifung; 1991 Vintage) und die 2019er Feis Ile Edition: 19 Jahre alt, 53,8% vol., in drei Fassarten gereift (Refill American Oak, American Oak Sherry, European Oak Sherry). Zudem erschien 2019 eine 9-jährige 'House Lannister'-Edition im Game-of-Thrones-Sortiment sowie eine reisehandelsexklusive 10-jährige Abfüllung.

Markeninformationen anzeigen

Verkostungsnotizen & Bewertungen

1-4 von 4 Notizen Einloggen zum Bewerten
Whiskyspace Deutschland 1594

Whiskyspace Deutschland 1594

12. Juni 2026, 16:09:58

Boah, der ist richtig dunkel und schwer im Glas, so bernsteinfarben und ölig 😅 Ich hab sofort alten Cream Sherry, Leder, Teer und diesen tiefen Torfrauch im Kopf. Dazu kommt so eine schwelende Seetang-Note, etwas Ruß, Mineralöl und fast geräucherter Fisch. Klingt wild, aber irgendwie total fesselnd. Am Gaumen richtig dick und dicht, fast sirupartiger Torf, pfeffrig, mit Kräutertee, Kampfer und so einer alten gelben Chartreuse-Idee. Der Rauch bleibt ewig hängen, warm, teerig, salzig, fettig… macht mich kurz sprachlos.

Whiskyspace Deutschland 1594

Whiskyspace Deutschland 1594

12. Juni 2026, 16:09:57

Erst mal richtig salzig und küstennah, so ein bisschen wie Sardinen in Olivenöl mit Kräutern, dazu Rauch, Teer und alte staubige Malzkisten. Der Torf kommt ziemlich klar durch, ölig und dick, aber der Sherry hält alles samtig zusammen. Wird dann pfeffrig, etwas nervös, mit Fichtenholz und geräucherten Kräutern. Langer Nachhall, wie warme Torfglut am Hafen 😅

Whiskyspace Deutschland 1594

Whiskyspace Deutschland 1594

12. Juni 2026, 16:09:30

Tiefgold im Glas, sofort so ein dichter Mix aus Teer, altem Seil, Leder und trockenem Kräuter-Torfrauch. Dann kommt diese fast sirupartige Süße mit Cream-Sherry, etwas Kokos und salzigem Oloroso dazu. Am Gaumen richtig samtig und dick, dazu Pfeffer, geräuchertes Olivenöl, bisschen Kräuterbitter und so eine süße Hustensaft-Note. Klingt wild, macht aber total Spaß 😄 Der Nachklang zieht ewig weiter, rauchig, ölig, leicht fleischig und herrlich schmutzig-elegant. Einfach wunderschön.

Whiskyspace Deutschland 1594

Whiskyspace Deutschland 1594

12. Juni 2026, 16:08:53

Blass bernsteinfarben im Glas, erst ziemlich schmal, dann wird er immer tiefer. Viel Küste: nasse Steine, Strandsand, getrockneter Seetang, dazu Rauch, Teer und so eine salzige Olivenlake. Wirkt etwas fischig, fast wie Sardellen, aber auf eine spannende Art 😅 Dazu Kampfer, alte trockene Kräutermedizin und ein Hauch Motoröl. Wird trockener, pfeffriger und torfiger, der Abgang bleibt richtig lang mit geräuchertem Meersalz.

Mehr von dieser Marke

Entdecken Sie andere Releases mit ähnlichem Profil.