Giulia
25. Mai 2026, 15:50:37
Also, irgendwie… same, really 😅 Im Glas riecht’s erst mal sehr frisch, total nach grünen Stachelbeeren und fast wie’n sehr zitroniger Gin. Ne richtige Nase voll Zitronenbonbons, diese sauren Dinger. Und dann so’n Hauch von Kampfer, fast wie beim Einatmen an der Nordsee, aber mit ner ganz dünnen Vanille-Custard-Schicht drunter. Riecht nah an der Natur, so weißweinig und irgendwie nach feuchtem Kreidestaub. Ein bisschen Heu schwingt mit, ganz zart. Im Mund wird’s dann spannend. Mittel im Körper, nicht schwer. Der Antritt ist überraschend säurebetont, fast wie’n Schluck von nem sehr limettenlastigen Mezcal — aber nur so’n Tropfen Mezcal, nicht zu rauchig. Dann kommen grüne Tee-Noten und ganz klar reine Gersten-Eau-de-Vie, wie frisch gebrannt. Pflaumen sind da, aber eher unreif. Und zwischendurch denk ich an so’nen völlig nackten, schon älteren Aultmore, den man einfach vergessen hat. Irgendwie brandneu und doch blank. Ich geb zu, ich bin total unkultiviert, was Gin angeht, aber das hier erinnert mich trotzdem an die ganzen Zitrus-Gins, die ich mal probiert hab. Am Ende bleibt’s frisch und trocken, wie’n Weißwein mit ’nem Spritzer Mezcal und ner Tasse grünem Tee. Klingt verrückt, schmeckt aber irgendwie rund. Riecht und schmeckt einfach ehrlich, fast roh.




















