Luca
27. Mai 2026, 04:07:20
Hmm, was für ein komplexes Teil. Schon beim Riechen kriegt man sofort diese kräuterbittere, fast medizinische Note – irgendwie an Hustensaft erinnernd, aber auf eine angenehme, altehrwürdige Art. Dann kommen diese schweren, erdigen Töne durch, wie feuchter Waldboden und getrocknete Pilze. Im Mund ist es wirklich eine schwere, fast ölige Substanz. Die Sherry-Noten sind dunkel und tief, fast wie Dattelmelasse oder eingemachte dunkle Früchte, ganz anders als der moderne, fruchtige Sherry-Einfluss, den man heute oft findet. Dazu diese starken Holzharze und ein Hauch von Anis. Zum Glück balancieren salzige Lakritze und bittere Schokolade das Ganze ein wenig aus, und ein merkwürdiger, fast würziger Kirsch-Kuchen-Gedanke taucht auf – wie ein in Kirsch getränkter Trifle, der schon etwas länger steht. Die Walnuss-Note am Ende hilft auch, dass es nicht zu überladend wird. Ein echtes "Heavy Stuff", nichts für jedermann, aber für mich ein faszinierendes, altes Profil. Absolut ein Very Excellent Drop für solide Abende. 🍂




















