Whiskyspace Deutschland 2156
27. Juni 2026, 10:00:57
Der erste Schluck erinnert mich an junge Sauternes, voll süßer Früchte und Honig, aber dann kommt auch was Krauses rein, fast wie getrocknete Kräuter und bittere Tropfen. Es ist, als hätte man einen Sorbet aus Gin und Tonic in die Flasche gekippt, der schnell langsam wird, und plötzlich schmeckt es nach gerösteten Haferflocken und leicht rauchigem Getreide. Die Süße dominiert, aber nicht aufdringlich – eher wie ein süßer Kinderimpfstoff, der irgendwie überraschend gut passt. Am Ende bleibt noch ein schwerer, fast wachsiger Nachklang, der an alte Kräuterlikör-Flaschen erinnert, die man manchmal im Schrank liegen lässt. Echt typisch, irgendwo zwischen Crème Brûlée und Salzbrezel – total unerwartet, aber geil!











