Whiskyspace Deutschland 2317
4. Juli 2026, 14:54:50
Die erste Note ist ein bisschen austere, fast wie ein leerer Kellerboden – ganz ohne Kitsch. Dann taucht ein süßer, nach Weizenbier riechender Kuss auf, der an eine dampfende Gänsebrust erinnert, während ein Hauch von Agavensirup fast den Mund spritzig süßt. Auf der Zunge spielt ein Spritzer Zitrone, etwas Orange Drops, und plötzlich spür ich die knackige Frische von Apfelschalen, gefolgt von einem Zwischenschuss Banane. In der Mitte liegt ein Süßriges wie ein frisch gebackenes Süße Brot, aber mit einem Hauch von Muscovado-Süßer und saftiger, wie ein süßer Apfel im Herbstsaft. Die Großschnur der Ernte kommt dabei mit Dünen und Gras im Abgang zum Ausdruck – fast wie der Duft von Gras nach einem leichten Sommerregen. Man hat das Gefühl, auf einer ländlichen Weide zu stehen, der Boden schmeckt nach feuchtem Zement, und doch riecht der Korn bis hin zum Stachel der Mischung süß nach Weißwein. Der Abgang ist mittel, nicht zu kurz, nicht zu lang – ein bisschen wie ein abgesenkter Misur aus Mais, nur mit einem leichten Kalkan vom Stein, das meine Sinne beruhigt. In dem Moment wirkt es fast so, als ob man einer kahlen Landschaft einen trockenen, feuchten Nachgeschmack verleiht, der an das Wohlfühlen von Muscle und Fettsäure erinnert. Vollkommen ein wenig rauchig, fast als wäre Paraffin in der Luft – aber genau im richtigen Mix, so wie ein kalter Cent, der gesungen wird. 🥃




















