Whiskyspace Deutschland 2394
6. Juli 2026, 19:48:56
Wenn ich das Glas aufgehe, kommt sofort ein grobes Apfelcider-Feeling auf die Zunge – knallig, ein bisschen rau. Dann liegen Pfirsich und die feinen Schwefelnoten der schwarzen Teeblätter direkt daneben. Da spür ich schnell das frische Hops-Gewicht und ein wenig Holunder- und Rehbrau-Belag, der mich an einen alten Garten in Europa erinnert. Die Fruchtigkeiten geben nach: Äpfel, Birnen, Pflaumen und sogar eine kleine Portion Kirschen in der Schale, als würden sie gerade aus dem Winterstellplatz ausklingen. Ein kurzer Schub Schokoladengruß, doch kein Schmerz – mehr ein dunkles, gefrorenes Stück von Karamell. Dann kommt ein Hauch von geringen Amis, wie Marzipan und Mandel, die den Keksboden im Mund hinterlassen. Nebel aus Holz und ein winziger Schiebstoff macht alles noch länger, als würde man durch einen Wald von immer gleichen Bäumen laufen – ein bisschen alt, ein bisschen frisch, aber in jedem Fall wunderbar. Ich genieße das Zusammenspiel der Aromen, wie eine kleine Zeitreise in das alte Lebensmittel eines Pfarrers. 🍹











