Jakinator
2. Juni 2026, 11:53:15
Okay, also... den ersten Schluck nehme ich wahr. Es riecht fast nach frischen Verbandsmaterialien, nur nicht unangenehm, mehr so... medizinisch-klinisch. Dann kommt sofort dieses dunkle, erdige – fast wie Waldboden nach Regen oder eine Wurzelgemüsebrühe. Im Mund ist er überraschend vollmundig. Ich schmecke sofort Roggenbrot, ganz klar, und dann... ja, so eine milde Buttermilch-Schokolade, die aber schnell von einer würzigen, rauchigen Paprika abgelöst wird. Ein Hauch von Marmite oder Sojasoße, diese Umami-Note, die irgendwie zusammenhält. Die Textur ist robust, fast wie ein kräftiges dunkles Bier. Ganz hinten, beim Runterschlucken, wird es dann herb – wie ein Hustensaft für Erwachsene, gemischt mit Orangenschale und einer Prise Salzlakritz. Bleibt lange, leicht metallisch im Gaumen. Ist charismatisch, auf eine kantige, ehrliche Weise. Erinnert mich ein bisschen an den Stil, den man manchmal bei bestimmten schottischen Brennereien findet... nur halt hier, mit dieser deutschen, erdigen Note. 💨🍞🍫 Gut für einen langen Abend, wenn man was Interessantes im Glas haben will. Nicht mein alltäglicher Pour, aber faszinierend.




















