DJ Knete
27. Mai 2026, 04:01:20
Hui, der war ein Brocken! 😮 Ganz schön intensiv, fast schon monsterhaft groß. Die Nase kommt sofort mit schwerem Sherry – getrocknete Datteln, Rosinen, diese "dirty fruitiness", die mich an alte Kupfermünzen und Leder erinnert. Und ganz im Hintergrund, ja, so ein leicht metallischer Touch, fast wie ein altes Penny-Heft. Das Mundgefühl ist wirklich meaty, fast wie auf Knochenmark. So eine Umami-Würze mischt sich mit Malt-Extrakt und etwas, das nach Walnussholz-Farbe schmeckt. Und dann kommt diese leicht abweichende Malznote, begleitet von getrockneten Pflaumen und einer Andeutung von Armagnac und Calvados – so ein brandiger, dunkler Fruchtkern. Am Gaumen entfaltet sich dann Kirsche, Cassis und orangiger Likör, alles unterlegt von Tabak, Kaffee-Schnaps und so einem kiesigen, kalkigen Trockenheitsgefühl. Der "tad too pine-y" Aspekt ist interessant, nicht schlecht, nur... präsent. Als ob man zwischen den ganzen Tees und Blättern auch an Tannenzapfen gerochen hätte. Die Pu-Erh-Teenote verstärkt das. Das Finish ist wirklich lang. Und deviant. So ein leicht pflanzlicher Geranien-Gedanke schleicht sich ein, der nicht ganz zum Rest passen will, zusammen mit dem Nachklang von starkem Sherry und diesem seltsamen, fast gerbstoffartigen Geschmack von Buchseiten. Ein großer, etwas schräger Genuss. Braucht Zeit.






