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27. Mai 2026, 03:52:49
Wow, das ist ja eine mächtige Nase! 🍺
Direkt beim Einschenken schon diese tief bernsteinene Farbe, und der Duft... heftig, fast wie ein großer, kerniger Sherry, voller reifer Pflaumen in Sirup und etwas Pfefferkorn.
Im Glas entwickelt sich das weiter. Da kommt diese rauchig-erdige Note durch, fast wie rußiger Teer, gemischt mit würzigem Paprika und einer fast wildartigen, fleischigen Tiefe. Sehr markant!
Der erste Schluck ist... wow, kräftig und saftig zugleich. Die Sherry-Noten sind dominant – dunkle Früchte, fast wie Pflaumenmarmelade und eingekochte Pfirsiche. Dann plötzlich diese überraschende, leicht bittere Kräuternote, fast wie Waldmeister oder auch etwas Teebaumöl. Dazu eine ganz leichte, fast schon medizinische Schärfe, die aber gleich wieder im Fruchtigen untergeht.
Irgendwie erinnert mich das an ein boozy Weihnachtsgebäck mit Marzipan und getrockneten Mangos. Die Textur ist reichhaltig, fast schon ölig, mit einer langen, trocknenden Abgangsnote, die an Waldboden und herbstliches Laub erinnert. Eine sehr erdige, herzhafte Komponente bleibt im Gaumen.
Man schmeckt die Kraft, fast wie ein alter, kräftiger Pinot Noir, der sich mit einer salzigen, fast umamiartigen Mineralität verbindet. Ein ganzer Komplex von Aromen, der sich erst nach und nach entfaltet. Beeindruckend, wie eine lange Aneinanderreihung von intensiven Eindrücken. Ein echter Kraftprotz!