Andrew Croft
27. Mai 2026, 04:31:40
Naja, der erste Schluck... erstmal kommt da so ein Tannenhonig – nicht süß, eher würzig. Dazu diese Zitronen- und Grapefruitschale, fast schon ein bisschen wie geraspelt. Und ganz hinten, ein Hauch Vanille, der sich aber nicht durchsetzt. Dann wird’s interessant: Grüner Pfeffer, das knackt richtig auf der Zunge. Und irgendwie schmeckt das nach geschnittener Kaktusblatt? Klingt komisch, aber fühlt sich an wie frisches Grünzeug. Die saure Sahne macht’s leicht cremig, aber es bleibt doch etwas Strenges, vielleicht ein bisschen zu forsch für einige heutige Gaumen. 😅 Fast so, als ob man Auberginenauflauf mit Zitronensaft essen würde – dieser vegetable Ton mit Säure. Und die Hefe, das Bäckerhefe-Aroma, ist vraiment dominant. Dazu etwas Basaltisches, wie nasser Kreide nach dem Regen. Dieses grünlich-fermentierte Profil ist schon sehr eigen. Am Ende bleibt ein leicht malziger, fast weiniger Abgang – Weißwein eben. Und eine gewisse Seifennotiz, “Saponifikation” halt, die nicht jeder mag. Aber es hat Charakter, dieses Tuff.
















