Whiskyspace Deutschland 1905
23. Juni 2026, 22:28:34
Ein nettes kleines Aperitif, das schmeckt, als würde man einen Bissen Pfalme auf eine plumpe, holprige Schale schichten – nicht ganz meins, wenn ich ehrlich bin. Die Bitterkeit von Graslern und Pflaumen bleibt hängen, fast wie bittere Mandeln, und die Flaschenhals-Note nach dem Schluck ist richtig zäh. Es hat diese fast bierige Schwäche, die mit Kalk und Roggenbier ähnelt, aber irgendwie nicht ganz ausgereift wirkt. Ein Schuss Wasser würde hier sicher helfen, aber ich trink das lieber pur, um die rauchige Würze zu spüren, die nach und nach entscheidet. Die Mineralik vom Kalk ist prägnant, fast wie bei einem stumpfen Weißwein, und die Kraut-Note im Nachgeschmack erinnert mich irgendwie an Artischocken – komisch, aber faszinierend. Für alle, die’s rau und bitter mögen, aber nicht ganz so ein Baby noch.











