Alexander Robins
5. Juni 2026, 03:52:54
Heute Abend mal den alten Cadenhead aufgemacht. Zuerst riecht es ein bisschen nach gekochtem Spargel und Kreuzkümmel, dann kommt so eine Kiesnote durch – fast wie Feuerstein. Im Glas entwickelt sich das zu einer Mischung aus trockenem Stroh und etwas Heu. Beim Schluck überrascht es mit einer schärferen, fast medizinischen Seite, an Aspirin denken lassen. Aber dann kommen diese herben Stachelbeeren und ein Hauch von Meerrettich durch. Sehr eigenwillig. 🤔 Die Textur ist etwas spröde, mit trockenem Getreide und einem leichten Jutesack-Gefühl. Ganz hinten schmeckt man noch gelbe Blüten und etwas Kreide. Der Abgang ist lang, bleibt mit Pfeffer und Ingweröl am Gaumen, wird aber nie wirklich einladend. Kein einfacher Whisky – man muss sich darauf einlassen. Erinnert mich ein bisschen an herbere Weißweine, nur wärmer. Für einen stillen Abend am Kamin, nicht für gesellige Runden.
















