Brianne Olsen
4. Juni 2026, 09:01:48
Gestern Abend ein Glas aufgemacht – der Duft sofort diese gerösteten Getreidenoten, fast wie ein Lagerhaus nach der Ernte. Dazu diese zarte Litschi-Süße, ganz hinten sogar etwas Rosmarin und was Kräuterartiges. Die Textur fühlt sich erstmal weich an, fast ein wenig wachsig auf der Zunge, aber dann entwickelt sich diese salzige, fast mineralische Seite. Irgendwie erinnert mich das an Meeresluft und nasse Blätter am Ufer. Auffällig ist diese nussige Sherry-Komponente, vermischt mit so einem leichten Rauch – nicht aufdringlich, eher wie ein ferner Kamin. Die Nase ist wirklich wunderbar typisch, irgendwas zwischen Pfifferling und einem Hauch von Kampher. Im Mund wird’s dann etwas weicher, fast cremig, mit einem Hauch von Minze und weißen Früchten. Am Ende bleibt so ein leicht salziger, fast mandelartiger Nachklang, mit einem Schuss von Torf, der mich an Küstengänge erinnert. Kurioserweise auch ein ganz ganz zartes Erinnerung an Pflaster, vielleicht das Mercurochrom von früher? Insgesamt ein tolles Erlebnis, gemütlich und doch lebendig. 🍂🌊
















