Keiz
4. Juni 2026, 21:05:43
Der Geruch ist sofort charmant, nach Fruchtschnäpsen und etwas getöpferter Zucchini. Wenn man es im Glas bewegt, kommt eine dezente Note von See-Salzigkeit dazu. Der erste Schluck... ja, die Salzigkeit baut sich wirklich auf, so wie Austern oder Wellhornschnecken. Es braucht deine Zeit, sich zu entfalten. Dann schmecke ich ganz leicht säuerlichen Weißwein, fast so wie bei sauren Bieren, aber feiner. Ein Tropfen Wermut und Fenchel schwebt darin, nicht dominant. Später kommen diese würzigen Noten durch, Kümmel und Süßholz, fast wie bei einem handwerklichen Raki. Die Textur ist irgendwie reichhaltig, wie Porridge, aber auf Teigböden. Der Rauch ist nur ganz zart, nicht grasig. Das Nachspiel ist lang und würzig, mit einem Hauch von Kirsch und Edelbrand. Es belohnt dich wirklich, wenn du dir die Zeit nimmst. Macht großen Spaß und hat schöne Variationen. 🥃




















