Whiskyspace Deutschland 2322
4. Juli 2026, 18:24:55
Der erste Schluck ist echt was Besonderes – fast schon magisch, wie die Aromen sich entfalten. Ich schmecke sofort Anis und Liquorice, fast wie bei seltsamen Tee, der plötzlich süß wird. Dann kommen die Sherry-Noten: Heavy Fino und Manzanilla, die mir an Rum erinnern, aber auch an diese süßen Holzwürze. Die Nachgeschmack ist extrem lang, fast schon närgisch, mit einem Hauch Salz und einer ordentlichen Portion Quitte. Die Farbe ist ambergold, aber das Glas fühlt sich schwer an, wie getragene Wälder oder alte Bücherregale. Da ist auch ein bisschen Säure, fast acetone, und irgendwie schmeckt es, als hätte jemand Büroklammern in die Flasche geworfen. Aber irgendwie passt alles – die süßen Früchte, die Schärfe von Senf, das Holz und Blei im Hintergrund. Ein bisschen Sourcery, keine Frage.











