Ardbeg 10 Jahre Single Malt Whisky

Ardbeg

Islay · Vereinigtes Königreich

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Whisky-Informationen

Marke
Ardbeg
Alter
10 Jahre
Alkoholgehalt
46%
Volumen
700 ml
Kategorie
Single Malt Whisky
Destillerie
Ardbeg
Abfülljahr
14.07.2010

Preis

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Die Ardbeg Destillerie, eingebettet in die raue Südküste der Insel Islay, brennt seit 1798 einige der weltweit torfigsten Single Malt Scotch Whiskys, wobei die kommerzielle Produktion 1815 begann. Während eines Großteils ihrer frühen Geschichte diente der intensiv rauchige Charakter von Ardbeg als Rückgrat für renommierte Blended Whiskys und wurde selten als Single Malt abgefüllt. Im Jahr 1886 beschäftigte die Destillerie 60 Arbeiter und produzierte jährlich 1.364 Liter. Nach Produktionsstopp 1981 stand Ardbeg einer ungewissen Zukunft gegenüber, bis zur Wiederauferstehung 1989 unter Hiram Walker, die mit begrenzter Kapazität bis 1996 fortgesetzt wurde. Der entscheidende Moment erfolgte am 25. Juni 1997, als Glenmorangie plc die Destillerie erwarb und bis 1998 massiv in die vollständige Restaurierung investierte. 2004 erwarb LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) Glenmorangie plc und integrierte Ardbeg in die weltweit größte Luxusgruppe. Unter der visionären Leitung von Stuart Thomson (1997-2006) und anschließend Michael „Mickey“ Heads ab dem 12. März 2007 – einem einheimischen Islay-Bewohner und ehemaligen Jura-Destillerie-Manager, der seine Karriere bei Ardbeg begann – erblühte die Destillerie. Der Name Ardbeg leitet sich aus dem Gälischen „Àrd Beag“ („kleine Höhe“) ab, wurde aber auch als „große Höhe“ interpretiert, was seinem hohen Ansehen entspricht. Heute produziert Ardbeg mit voller Kapazität etwa 1,4 Millionen Liter jährlich, unter Verwendung von in Port Ellen Maltings zu 50-55 ppm getorfter Gerste und Wasser aus dem Loch Uigeadail. Die Destillerie hat durch das 2000 gegründete Ardbeg Committee mit über 120.000 Mitgliedern weltweit einen Kultstatus erreicht. Kernexpressionen sind der Flagship Ten Years Old (berühmt für seine perfekte Balance aus Torf, Süße und Komplexität), Uigeadail (benannt nach dem See, Sherry-Fass-Finish), Corryvreckan (nach dem berühmten Whirlpool benannt), An Oa und Wee Beastie. Ardbeg verkörpert Islays ungezähmten Geist – medizinischer Torfrauch, salzige Meeresbrise, Zitrusnoten und dunkle Schokolade – und ist das Inbegriff des „Torfmonsters“, das von Kennern weltweit verehrt wird.

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Verkostungsnotizen & Bewertungen

1-2 von 2 Notizen Einloggen zum Bewerten
NorwegianGiant

NorwegianGiant

6. Juni 2026, 02:02:01

Hmm, beim ersten Nosen geht’s los mit leicht rauchig und torfig, so ein bisschen wie frisch gemähter Rasen mit Erde… auch etwas Würziges, fast wie Kümmel und Dill. Sehr fokussiert, nicht superkomplex, aber angenehm. Im Glas wird’s langsam heller… auch trockener, fast wie ein trockener Weißwein. Dann kommen ganz zarte fruchtige Noten, so ein Hauch Ananas, aber die verschwinden auch wieder 😅 Am Gaumen fühlt es sich an wie eine Verlängerung der Nase – trocken, erdig, mit einer schönen Salzigkeit. Plötzlich tauchen so seltsame, aber coole Noten auf… rohe Möhrengrün-Stängel? Sogar ein bisschen Sardellen-Würze 🤔 und etwas Leichtes wie Gin oder Wacholder. Dann übernimmt langsam der Rauch. Nicht super-heavy, aber stetig, fast wie Abgase in einer Garage. Wird auch immer trockener, fast aschig. Die Fruchtigkeit ist jetzt fast weg, eher nussig, so leicht bitter wie Mandeln oder Lakritze. Das Ende ist lang, salzig und bleibt trocken im Mund. Klingt vielleicht komisch, aber es hat mich irgendwie an warme, trockene Erde nach einem Sommerregen erinnert. Kein Showstopper, aber ein ordentlicher, charaktervoller Tropfen mit eigenem Profil. 🥃

Elena Tintar

Elena Tintar

5. Juni 2026, 08:49:03

Erstmal beim Riechen: Rauch, so wie naschender Torf, dazu was Frisches, fast wie Karottenlaub? Sehr klar im Fokus. Ein kleiner Schluck – süßlich, erdig zuerst. Dann wird's rauchiger, richtig schön kräftig, aber nicht aufdringlich. Fast so, als würden Ananas-Bonbons und Ingwer zusammen tanzen. Irgendwann merke ich Kümmel und Süßholz, etwas Bitteres wie Enzian. Weißweinnoten huschen vorbei, ganz zart. Der Abgang? Lang, wird salziger. Am Ende bleibt ein leichter Mandel-Nachklang. Richtig spannend, wie sich das entwickelt hat. 👍

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