Halo_Enjoyer127
4. Juni 2026, 01:41:18
Beim ersten Nase: eine leichte Süße, fast wie frisch gepresster Orangensaft, gemischt mit einem Hauch von Salz und Jod. Beim Trinken wird es überraschend rund – der Torf ist nicht scharf, eher weich, fast wie eine große Tasse Lapsang Souchong Tee, den man an einem kühlen Abend genießt. Mandeln kommen dazu, und etwas Süßes, das an Kindertage und Hustensaft erinnert. Farblich schimmert es golden im Glas. Im Abgang merkt man noch die Brise, die an eine Gezeitenmündung erinnert. Es hat den Versuch, schottischen Peat-Whiskys nachzueifern, und dabei etwas eigenes, fast Bizarres. Unterdessen bleibt es irgendwie unkompliziert – ein Shortcut ins Gemütliche. Von den dreien, die ich kenne, ist es vielleicht der scheueste, aber Lou Reed hätte dazu sicher einen rauchigen, lakonischen Song geschrieben. 🥃

