Whiskyspace Deutschland 2174
27. Juni 2026, 16:25:05
Der erste Abstand ist hammer! Die Nase spricht sofort mit reifer Sherry und diesen fast schon überreifen Tropfen – guave, papaya, eine Prise rosewater, total exotisch. Dann kommen die kräftigen Früchte vorbei, fast schon ölig und cremig, wie bei alten irishen Pot-Stills. Die Holzspuren sind spürbar, fast wie fir wood, aber auch butterig-brotig, irgendwie organisch. Im Mund entwickelt sich das Ganze richtig weiter, mit diesen herbalen Tönen, fast wie cocktail-bitter, und einem Hauch metal polish. Die süßen Noten – golden syrup, crystallised tropical fruits – liegen schön im Hintergrund, während sich die Geschmacksnuancen langsam entfalten. Ein bisschen earthier, ein Hauch rapeseed oil, aber nicht schlimm. Der Abgang ist lang, sehr lang, und das Brot-Geschmack bleibt noch lange nachklingen. Interessant, wie sich das Sherry-DNA mit der typischen oily fruitiness verbindet. Echt mega, wenn man mag einen Whisky, der nicht einfach nur „frisch“ ist, sondern schon eine Geschichte zu erzählen hat.




















